Moderne Medizintechnik kann Leben retten – und Leiden lindern. Deshalb finanziert die Olgäle-Stiftung zusätzliche medizinische Geräte: für präzisere Diagnostik, geringere Strahlenbelastung und sanftere Behandlungen.
Moderne Medizintechnik kann Leben retten – und Leiden lindern. Deshalb finanziert die Olgäle-Stiftung zusätzliche medizinische Geräte: für präzisere Diagnostik, geringere Strahlenbelastung und sanftere Behandlungen.

Herzfehler gehören zu den am häufigsten angeborenen Erkrankungen: rund jedes 100. Baby ist davon betroffen. Dank Spendern verfügt das Zentrum für angeborene Herzfehler (ZAHF) im Olgahospital über eines der modernsten Herzkatheterlabore für Kinder in Europa. Seit der Anschaffung der elektrophysiologischen Hightech-Anlage werden Untersuchungen minimalinvasiv mit extrem reduzierter Strahlenbelastung oder sogar Röntgenstrahlen-frei durchgeführt. Jährlich werden rund 1.000 Patienten stationär betreut und knapp 300 Operationen durchgeführt. Zu ihnen gehören aber nicht nur Neugeborene, Säuglinge, Kinder und Jugendliche – selbst Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern können hier weiter betreut werden. Zudem finanziert die Olgäle-Stiftung u.a. die Stelle einer Sozialpädagogin für die Herz- und Intensivstation, den Druck von 3D-Herz-Modellen und seit neuestem auch VR-Unterstützung für besonders komplexe Fälle und vieles mehr.
Schwere Verbrennungen führen oft zu langanhaltenden psychischen Traumata und kosmetischen Problemen durch Narben, worunter die Patienten oft ein Leben lang leiden. Das trifft vor allem die jüngsten Patienten sehr hart. Die Verbrennungsmedizin und die plastische Korrektur ist ein wichtiger Schwerpunkt der Kinderchirurgie im Olgahospital – und die Olgäle-Stiftung ermöglicht immer wieder die Anschaffung neuester medizinischer Geräte. Das Schwerbrandverletzten Zentrum am Klinikum Stuttgart ist eines der größten Zentren in Deutschland.


Bessere Lebensqualität bei angeborenen oder erworbenen Gang- und Haltungsstörungen ist meist nur durch eine OP möglich. Sie verringert auch das spätere Risiko von Gelenkarthrosen. Die computergestützte dreidimensionale Gang- und Bewegungsanalyse ermöglicht eine genaue Therapieplanung und eine deutlich verbesserte operative und physiotherapeutische Versorgung. Deshalb hat die Olgäle-Stiftung die Errichtung eines „Ganglabors“ mit 250.000 Euro ermöglicht und finanziert regelmäßig Software-Updates und weitere Ausstattungsgegenstände. Auch Kinder mit neuromuskulären Erkrankungen, wie z. B. Zerebralparesen, Spina bifida und Muskeldystrophie werden hier behandelt. Das interdisziplinäre Team besteht aus Ärzten, Physiotherapeuten, Orthopädietechnikern und Ingenieuren und arbeitet eng mit Orthopädietechnikern, Sanitätshäusern und Herstellern von orthopädischen Geräten zusammen.