Die tanzende Station MB21

Ein kleines 4-jähriges Mädchen stand verschüchtert und versteckt hinter ihrer Mama im Wartezimmer der Anästhesieambulanz.

Mit seinen drei Jongliertüchern putzte Bubu den Flur entlang, die Wände, die Lichtschalter, die Knie der Wartenden. Das Mädchen lächelte und lachte kurz auf als Bubu auch noch Sounds zum Putzen machte. Da blickte es Bubu an und sagte mit leiser Stimme: „Ich hab auch so Tücher beim Tanzen.“

Auf neugieriges Nachfragen von Bubu stellte sich heraus, dass das Mädchen bereits eine richtig berühmte Ballerina war. Und weil Bubu so begeistert reagierte, fing es langsam an mit einem Tuch zu tanzen.

„Oh, das will ich auch lernen, zeigst Du mir wie das geht?“, fragte Bubu.

Als die Stationsleitung Antje der MB21 auf Station zurückkam, lernte Bubu gerade seinen dritten Tanzschritt. Mit leuchtenden Augen rief Antje aus: „Oh wie schön, eine Ballerina, das wollte ich als Kind auch immer werden!“ Da entschied das Mädchen selbstbewusst: „Dann bist Du jetzt auch meine Schülerin!“

Und so kam es, dass Bubu und Antje, zwei unbeholfene Gestalten auf dem Flur der OP-Ambulanz sich als Ballerinas versuchten.

Die gesamte Station der OP-Ambulanz hielt für einen Moment inne um das Tanzspiel mit herzhaftem Lachen zu verfolgen. Ärztinnen, Pflegepersonal, Wartende und Patientinnen samt Eltern amüsierten sich köstlich beim Zuschauen.

Ein kleines selbstbewusstes Mädchen und zwei große „grazile“ Ballerinas.